Monatsarchive: Juni 2006

von Daniela Mühlbauer

Venus Vina Musica heißt das neue Studio-Album von Corvus Corax. Am 7. Juli kommt das  Werk der Könige der Spielleute in die Läden und dürfte erwartungsgemäß unter gewaltigem Einfluss von Wein, Weib und Gesang entstanden sein. Immerhin wartet der erste Song der Platte Anti Dolores Capitis mit einem Zauberspruch gegen die bösen Folgen ausschweifenden Lebens auf! Weiterlesen

von Carraig

07.06.2006 in der Georg-Elser-Halle

Soirée francophone

Ach, es gibt doch noch Hoffnung für München. Einmal, weil es in dieser Stadt wohl doch noch genügend Menschen gibt, die gute Musik zu schätzen wissen (die kleine Elser-Halle war bis auf den letzten verfügbaren Quadratzentimeter be- besser überfüllt; man hätte vermutlich hallentechnisch ohne weiteres die nächstgrößere Version wählen können, ohne sich verloren vorzukommen) … Glück gehabt, rechtzeitig dagewesen und einen Platz in der ersten Reihe erobert… Zum zweiten, weil sich im Vorprogramm wieder einmal (nach CELEST letztes Jahr vor SPILLSBURY) eine wirklich wirklich feine Münchner Band befand Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

Goldene Zeiten sind mit Moderne Zeiten für den Grafen angebrochen. Das Album schlug bei den Fans ein wie eine Bombe, und so verwundert es nicht, dass die Goldene Zeiten-Tour Anfang des Jahres größtenteils ausverkauft war.
Nun sagt der Graf danke. Und das tut er nach Unheilig-Manier mit einer EP. Über 5000 Fans hatten sich nach Veröffentlichung des Albums am Voting beteiligt und bestimmt, welche Songs auf  Moderne Zeiten die schönsten und es Wert sind, auf die EP zu kommen.  Das Rennen gemacht hat der Überflieger Astronaut, gefolgt von Mein Stern und Ich will alles. Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

„Ich bin gerne nah am Publikum“

Das neue Werk von Lacrimas Profundere heißt Filthy Notes for frozen Hearts. Am 7. Juli kam es in die Läden und ganz offenbar kommt die Platte gut bei den Fans an. Immerhin ist das Album sofort auf Platz 82 der der Deutschen Media Control Album Charts eingestiegen. Während die einen aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommen, sagen andere, das Album sei, betrachtet man es durch 69 Augen, das wiedergekäute musikalische Schaffen der Sisters of Mercy, gewürzt mit einer Prise HIM.

Daniela: Wie erklärst du dir die geteilte Meinung? Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

Nach der erfolgreichen Akustik-Tour, die den bezeichnenden Namen „Nackt“ getragen hat, spielen Subway to Sally am 13. Juli auf der Kulmbacher Plassenburg auf, um danach auf Festival-Tour zu gehen. Frontmann Eric Fish lässt für Seelendiebstahl die Hosen runter.

Eric: Hallo Daniela, dass du mir ja nicht meine Seele stiehlst!

Daniela: Mal sehen! Ich habe mir gerade eure Tourdaten angeschaut. Ihr seid im April und Mai auf Akustik-Tour gewesen und ab Juli geht’s bis September auf Festivaltour. Nutzt ihr den Juni, um ein wenig zu verschnaufen? Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

„Mit oder ohne Oswald?“ Das ist die Frage. Die Antwort heißt: „Bella Donna“.

Als ich Jochen zum ersten Mal getroffen habe, habe ich gemerkt, dass es sich mit ihm prima über Technik und Musikgeschichte fachsimpeln lässt. Leider bin in bei dieser Thematik als Gesprächspartner die absolute Fehlbesetzung! Daher rede ich heute mit Jochen lieber über Artwork und Bella Donna.

Daniela: Bella Donna ist die klassische und Song-orientierte Richtung von Artwork, wieso habt ihr diese Abgrenzung vorgenommen?

Jochen: Als wir vor gut zehn Jahren zum ersten Mal mit „the classical part of Artwork“ auf Tour waren, haben wir unter anderem in Kirchen und Theater gespielt und die Veranstalter haben irgendwann einen Hals bekommen, weil hunderte Leute vor den Konzerten bei ihnen angerufen und gefragt haben, ob da Oswald Henke dabei sein wird oder nicht. Weiterlesen

von Werwoelfin

Nun, was ist das für eine CD? Was geschah mit den Werken des längst verstorbenen, uns allen bekannten Erzählers Edgar A. Poe, so dass sie uns neu präsentiert werden können?

In der matt silbrigen Hülle, die nur der Titel und eine Feder ziert, befinden sich zwei CDs. CD1, genannt „words“ und CD2 genannt „music“.

Beginnen wir mit den Worten. Doch die Worte beginnen mit Musik. Das Berliner Filmorchester, welches auch die meisten Gedichte musikalisch untermalt, spielt in einer „Prelude“ auf und führt uns schaudrig leicht hin, in die Düsternis.
Im Anschluss beginnt Poes berühmtestes und wichtigstes Gedicht „Der Rabe“, gesprochen von Ulrich Pleitgen, Theater- und Filmschauspieler, der schon bei mehreren Poe-Hörbüchern mitwirkte, dessen sanfte und so wunderbar alt wirkende Stimme zusammen mit den mal laut, mal leise klingenden Instrumenten im Hintergrund die perfekte Atmosphäre schafft. Weiterlesen

von FloRi

Tag 1: Freitag

Wie alle Jahre wieder zog es am letzten Pfingstwochenende wieder tausende Grufties nach Leipzig zum inzwischen 15. Wave-Gotik-Treffen.

Das allenorten grassierende Fußball-Fieber konnte die schwarze Schar ebenso wenig hindern wie das einmal mehr unfreundliche Wetter, das mit andauernden Regenschauern und Temperaturen weit unterhalb der Toleranzgrenze die Klamottenauswahl nicht gerade erleichterte. Und dennoch verwandelten rund 20.000 Fans die Sachsen-Metropole wieder in ein dunkelbuntes, friedliches Volksfest. Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

Hörst du sie auch manchmal, die Stimme der Dunkelheit?

Asko Sahlberg hat ein Buch darüber geschrieben. Vorgestern habe ich es entdeckt, im Wühltisch einer Buchhandlung. Das Cover stach mir ins Auge: Ein kleiner Mann im grauen Mantel, der leicht gebeugt an einer schwarzen Häuserfront vorübergeht. Dann der Titel! Neugierig begann ich zu lesen:

„Gestern geschah nichts. Du weißt schon, was ich meine. Der menschliche Geist schäumt über vor unablässigem Geschehen, und unseren alltäglichen kleinen Verrichtungen entkommen wir nie, aber mein Friede wurde von keinem einzigen Menschen gebrochen, von keiner einzigen eigenen Tat, nicht einmal von einem störenden Geräusch. War es so gut? Ich weiß es nicht. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.“ Weiterlesen

von Daniela Mühlbauer

Ein Seelen-Striptease und 50 Minuten Raserei

Hallo Alexander und herzliche Gratulation zu 10 Jahren Samsas Traum.
Willst du meine Version von Samsas Traums Geburt hören?

Alexander: Fang mal an!

Daniela: Dass es die Band gibt, verdanken wir einer gehörigen Portion Liebeskummer, gepaart mit der Lektüre von Franz Kafkas gesammelten Werken und musikalisch umrahmt wurde das ganze Drama von Heavy Metal und Goethes Erben… – war’s so? Weiterlesen

Festivals 2016

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