ASP, Letzte Instanz
 
Geschrieben von Schwarzeheike am Mittwoch, 21. Juli 2010

Konzertberichte

"Es lebe der Sommer 2010"

Die ASP – „Es lebe Wir“-Tour 2010 am 3. Juli in München, Tollwood
Support: Faun, Letzte Instanz

An diesem Tag hieß es eigentlich: es lebe der Fußball! Gerade hatte die deutsche Mannschaft Argentinien sang und klanglos in die Heimat zurückgeschickt (sorry Fußballmuffel – es war einfach zu schön!) und schon ging es weiter mit dem Programm. Viele kamen wirklich direkt vom (Public-) Viewing mit Fanschminke, Deutschlandshirts oder Hula-Ketten in schwarz-rot-gold zum Konzert. Somit fing der Konzertabend schon recht amüsant an.

Nun hieß es: es lebe die Hitze! Die Sonne brannte gnadenlos auf das Tollwood-Gelände und erhitzte das Konzert-Zelt ordentlich. Die armen Musikanten von Faun rund um Frontmann Oliver Satyr hatten ihre liebe Mühe mit ihren doch manchmal recht getragenen Liedern die Stimmung zu heben. Gut war sie schon, die Stimmung (ich erinnere an den fullminaten Sieg), doch irgendwie ein wenig lahm. Nun, schieben wir es auf die vom Kreischen ausgepowerten Leute, die einfach nur ein wenig Naturklänge genießen wollten. Nett von der Band, die seit Mai ein neues Mitglied in ihren Reihen haben (Sandra ist weg, dafür gibt es jetzt Rairda alias Margarete): sie wiesen schon vor dem Konzert auf ein gutes Miteinander von Fußball und ihrem Konzert auf ihrer Homepage hin. Ansonsten gab es nichts besonders Erwähnenswertes aus dem Hause Faun. Eine Anmerkung noch zum Schluss: abendliche Dämmerstimmung hätte durchaus zu einer besseren Stimmung beigetragen, doch erstens sollte noch Wichtiges folgen und zweitens kennen die meisten ja mittlerweile die tollen Auflagen des Tollwoods in Sachen Nachtruhe...
(Infos: www.faune.de)

Part Zwei stand unter dem Motto: es lebe die Action! Denn bei den Jungs von Letzte Instanz kann man dann trotz Hitze nicht mehr stillstehen. Diese haben (wie Faun im Übrigen auch) im letzten Jahr eine neue Scheibe für uns produziert („Schuldig“). Und bevor bald schon wieder die nächste auf den Markt kommt, wollten die sieben Powermusiker natürlich ein wenig Vermarktung betreiben. Außerdem kommen sie ja gern nach München. Zumindest macht es den Eindruck, denn einmal im Jahr kann die bayrische Hauptstadt auf jeden Fall mit ihnen rechnen. Und LI wiederum kann immer mit einer super Stimmung rechnen. So auch dieses Mal. Langsam legte sich die Dämmerung über das Gelände im Olympiapark (perfekte Faun-Stimmung), die Fußballhysterie war mittlerweile vergessen, und LI spielten sich mit Witz und Charme und dem süßen Frontmann Holly durch ihr neues Album (gut gelungen: „Eisenherz“, „Finsternis“) und durch ihre restliche Diskografie. Natürlich gab es auch etwas Interaktivität, die das Publikum mit Bravour meisterte. Und – oh Wunder – es gab doch glatt noch eine Zugabe, und das, wo doch der Abend unter einem enormen Zeitdruck stand! Alles in allem ein LI-Konzert, wie wir es hier gewohnt sind. Macht weiter so Jungs, dann dürft ihr weiterhin jedes Jahr hierher kommen, immerhin habt Ihr ja zwei Bayern unter Euch!
(Infos: www.letzte-instanz.de)

Krönung des Abends war natürlich Part Drei mit ihrem Leitsatz: es lebe Wir! Oder sagen wir lieber: es lebe ASP! Und auch dieser, soviel sei schon mal vorne weg genommen, wurde seinem Ruf ebenfalls gerecht. Zwar ist es bei ASP noch ein wenig hin bis zum neuen Album (auf der Homepage läuft ein Countdown, der derzeit bei knapp vierhundert Tagen ist), doch das hält Herrn Asp nicht davon ab, ein wenig mit seinen Fans abzuhängen. Und das, obwohl er, wie er selbst erwähnte, nicht mehr der Jüngste ist. Alter hin oder her, es war das beste Konzert des Abends. Und mit zwei Zugaben (und trotzdem waren wir bis Punkt 22:00 Uhr durch) waren auch sämtliche Dauerbrenner gespielt. Die Hitze im Zelt passte dann auch schließlich perfekt zu DEM Hit schlechthin „Ich will brennen“, den fast das gesamte Zelt mitsang. Eine schöne Sommerstimmung. Ein wunderschöner Sommertag. Eine super Show an diesem Sommerabend. Ein Sommermärchen? Es würde bei ASP zumindest ins Konzept passen. Wir waren zumindest noch verzaubert, lange nachdem sich die Nacht dunkel und ein klein wenig kühler über das Gelände gelegt hatte.
(Infos: www.thetalesofasp.com)

Fazit: es lebe der Sommer 2010! So kann es weitergehen.

Schwarzeheike

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